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Empfehlungen

Da das ECVET-reflector-Projekt eine primär praktische Zielsetzung verfolgte, bestand der letzte Schritt in der Formulierung praktischer Empfehlungen zur Implementierung eines ECVET in den unterschiedlichen Typen von Ländern: Wo können Synergieeffekte mit der nationalen Entwicklungsdynamik erzielt werden? Welche Art von Hilfe, Information, Beratung und Unterstützung könnte mit Blick auf die unterschiedlichen Akteurskonstellationen angeboten werden? Usw. Die folgende Tabelle gibt einen knappen Überblick.

Verschiedene Empfehlungen können auch den beiden oben beschriebenen Zugängen zugeordnet werden, z.B.
„Cross-Border-Transfer im Vordergrund“

  1. Herausstellen der Cross-Border-Funktion des ECVET, d. h. Verdeutlichung des Umstands, dass die Identifizierung von ECVET-“Units” keine Umgestaltung von Berufsbildungsprogrammen im Sinne einer Modularisierung erforderlich macht
  2. Einbeziehung aller relevanten Stakeholder auf nationaler Ebene, z. B. im Rahmen tripartiter “ECVET-Implementierungskomitees”
  3. Schaffung von Vertrauen durch begleitende qualitätssichernde Maßnahmen

„Cross-Border-Transfer + Berufsbildungsreform“

  1. Zuordnung von Credits zu Qualifikationen
  2. Vergabe von Credits für Teilqualifikationen.
  3. Dezentralisierung des Berufsbildungssystems durch Stärkung der Rolle der Berufsbildungsanbieter bei der Zuerkennung von Qualifikationen
  4. Unterstützung der learning-outcome-Orientierung in den Qualifikations /Berufsbildungssystemen
  5. Entwicklung outcome-orientierter Methoden der Prüfung und der Zuerkennung vom Qualifikationen
  6. Herstellung einer Basis für Akkumulation/Transfer von learning outcomes in Form von Units
  7. Nutzung des Potenzial von ECVET, die Durchlässigkeit zu steigern
  8. Individualisierung von Lernwegen
  9. Nutzung des ECVET für die Erleichterung der Validierung und Anerkennung informellen Lernens

Die Hauptbotschaft der ECVET-reflector-Studie ist es, dass ECVET so einfach wie möglich gehalten werden sollte, sowohl was den Verwaltungsaufwand als auch was die Nutzerfreundlichkeit betrifft, und dass ihm der Status eines Instruments zuerkannt werden sollte, das sich aufgrund praktischer Erprobung entwickelt.